Norddeutsches Schneetreiben an der Küste PDF Print E-mail

2009_daskartell_pressefoto_3.jpgLecker „Ska“ von der Ostseeküste – ohne Gräten 
Sie tragen dunkle Anzüge und geben auf der Bühne mächtig Gas. Norddeutschlands Ska- und Reggae-Export „Das Kartell“ überzeugt durch einen Mix aus fetten Bläsersätzen, deutschen Texten und jamaikanischem Groove. Am Freitag den 12. Februar spielen die neun Musiker in Wismar und einen Tag später in Neustadt (Holstein). Mit dem Skatitan sprachen sie über kommende Pläne:

Skatitan: Ska kommt aus Jamaika, in England wurde die Musikrichtung mit Bands wie Madness bekannt. Warum singt ihr auf Deutsch?
Gunnar: In dieser Sprache Träumen wir doch schließlich. Warum sollen wir dann nicht auch deutsche Texte schreiben? Anfang der 90er hat die Band El Bosso und die Ping Pongs schon deutschen Ska gemacht. Ein Riesen-Erfolg. Wir haben das 1998 wiederbelebt. Selbst wer uns nicht kennt, singt bei unseren Konzerten gleich die Texte mit.
Skatitan: Freut Ihr Euch darauf, wieder in Wismar zu spielen?
............................. (weiter lesen)


Gunnar: Wir haben in Berlin, Hamburg oder Leipzig unglaublich gute Konzerte mit internationalen Ska-Größen gespielt. Ein Gig in Wismar  ist trotzdem das höchste der Gefühle. Von hier kommen wir. Das Publikum wartet dort auf uns.
Skatitan: Warum spielt Ihr dann nicht öfter in Eurer Heimatstadt?
Gunnar: Wir wollen doch schließlich auch außerhalb bekannter werden. Seit einem halben Jahr macht die Agentur FF-Dabei aus Leipzig unser Booking. Wir kommen viel rum und freuen uns darüber.  Und einmal im Jahr freuen wir uns auf Wismar.
Skatitan: Ihr feiert in diesem Jahr 15-jähriges Bestehen. Was können Fans erwarten?
Gunnar: Im Sommer werden wir eine Live-DVD herausbringen. 13 Tracks von einem Konzert im Berliner Club So36 sind bereits geschnitten und gemischt. Wir haben dort zusammen mit Blechreiz gespielt. Außerdem ist eine Kartell-Doku zur Bandgeschichte darauf. 
Skatitan: Was war Dein persönliches Konzert Highlight bisher?
Gunnar: Es gab viele Highlights. Wir haben mit Ska-Größen wie Rude and Visser aus Holland oder den Toasters aus den USA gespielt.  Viel Publikum und viel Party gab es auf dem Force Attack Festival bei Rostock.  Es war ein gutes Gefühl, 12 000 Leuten in den Hintern zu treten.
Skatitan: Warum gab es lange kein neues Album von Euch?
Gunnar: Es gab ständig neue Stücke. Wir haben aber festgestellt, dass die CD ein Auslaufmodell ist. Eine Band, die keinen Vertrag bei einem großen Label hat, gewinnt damit nichts. Der Bekanntheitsgrad erhöht sich durch viele Auftritte und Veröffentlichungen im Internet.
Skatitan: Und wie finanziert Ihr Euch mit neun Leuten?
Gunnar: Solange wir genug Bier, weibliche Gesellschaft  und ein Hotel haben, sind wir wunschlos glücklich. (lacht). Aber im Ernst. Alle haben Jobs. Unser Lead-Gitarrist ist Informatiker der Bassist Orchestermusiker. Doch für keinen von uns gibt es etwas Bessere, als auf der Bühne zu stehen. Um das finanzielle kümmert sich unser Agent.
Das Kartell spielt Freitag am 12. Februar, ab 21 Uhr im Tiko Zigalpa, Dr. Leber Straße, Wismar.

Kommentare (1)add
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geschrieben von cartes wow , August 23, 2010
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